Low Carb vs. Low Fat

Low Carb vs. Low Fat

"... dass im Ergebnis keine signifikanten Unterschiede zwischen einer Low-Carb Diät und einer Low-Fat Diät bestehen"

Heute geht es um ein Duell, das es im Bereich der Ernährung rund um Fitness und Bodybuilding schon länger gibt. Es geht um die ewige Diskussion zwischen „Low Carb“ und „Low Fat“.

Während Anfang der 90er „Low Fat“ der Trend in den Mainstream Medien war, tendierte man zur Jahrtausendwende zu „Low Carb“. Im Bereich der Fitness wird die Methode, das Nahrungsfett zu reduzieren, gerade bei Wettkampfathleten immer noch gerne genutzt. Aber wie sieht das bei Menschen aus, die aus gesundheitlichen Gründen abnehmen sollten? Gibt es hier mit Blick auf den Diäterfolg einen klaren Favoriten?

Eine Studie mit über 600 Probanden, die über einen Zeitraum von 12 Monaten durchgeführt wurde, hat sich diesem Thema angenommen. Mitverantwortlich für die Studie war Gary Taube, ein Verfechter der Low-Carb Ernährung.

Frühere Studien, die sich auch mit dem Thema beschäftigen, zeigten innerhalb der einzelnen Gruppen (LC= Low Carb - LF= Low Fat) sehr große Unterschiede bei den Probanden. Die Studie beschäftigte sich deshalb außerdem mit der Hypothese, ob genetische Faktoren eine Rolle spielen und welche Art der Diät für bestimmte Personen besser zur Gewichtsreduktion geeignet ist.

Die Studie

Es handelt sich um eine randomisierte Studie an Frauen und Männern mit einem BMI von durchschnittlich 33 - also die sogenannte amerikanische „Class 1 Obesity“. Die Teilnehmer bekamen begleitend eine Ernährungsberatung und mussten sich in der ersten Zeit an bestimmte Vorgaben halten (20g Fett bzw. 20g Kohlenhydrate täglich). Später (ab dem zweiten Monat) konnten die Teilnehmer selbst entscheiden, wie viel Fett oder Kohlenhydrate sie zu sich nehmen. Sie sollten aber versuchen, jeweils so wenig wie möglich zu konsumieren und dies zur Kontrolle ihrer Ernährung dokumentieren. Die Gruppen pendelten sich dann zwar bei einem höheren Level ein, dieses lag aber deutlich unter dem Level, das sie zuvor konsumiert hatten.

Die Ernährungsberatung zielte darauf ab, dass die Teilnehmer so viele unverarbeitete Lebensmittel wie möglich konsumieren sollten. Außerdem sollten sie den Konsum an Gemüse hoch halten. Es gab zufällig mehrfach ausgewählte 24-Stunden-Ernährungsrecalls. Die Personen mussten also die von Ihnen selbst protokollierten Mahlzeiten aus dem Kopf nochmals dokumentieren. Dies diente der Kontrolle der vorher gemachten Angaben.

Die Forscher untersuchten außerdem, ob der Genotyp oder die Insulinproduktion den Gewichtsverlust bei einer fettarmen oder kohlenhydratarmen Diät vorhersagen könnte. Andere Gesundheitsergebnisse, die gemessen wurden, umfassten Gewichtsveränderung, Körperfett (DXA), Cholesterin, Blutdruck und der nüchterne Glukosewert.

Und was kam raus?

Es gab unter den Teilnehmern eine sogenannte Dropout Rate von 21%. Das bedeutet, dass 21% der Teilnehmer die Studie nicht beendeten. Das ist für so einen langen Zeitraum (1 Jahr) aber relativ normal. Über den gesamten Zeitraum verlor die Low Carb Gruppe etwas mehr Gewicht als die Low-Fat Gruppe (LC= -6,0kg/ LF=-5,3kg), was aber über diesen großen Zeitraum kein signifikanter Unterschied ist.

Darüber hinaus ergaben Unterschiede in Genotypen oder Insulinsekretion innerhalb jeder Gruppe keinen signifikanten Unterschied in der Gewichtsveränderung. Dies legt nahe, dass weder der Genotyp, der in dieser Studie getestet wurde, noch die Menge an Insulin, die produziert wurde, einen Erfolg beim Gewichtsverlust bei einer fettarmen oder einer kohlenhydratarmen Diät vorhersagen kann. Interessant wäre gewesen, wie sich das ganze verhalten hätte, wenn die beiden Gruppen nicht zur Vollwertkost angehalten worden wären.

Insgesamt kann man festhalten, dass fast alle Veränderung in den beiden Gruppen ähnlich waren, selbst die Ausbrüche nach und unten beim Körpergewicht zeigten eine ähnliche Erscheinung. Es gab also bei beiden Gruppen extrem positive und negative Veränderungen. Sowohl das Gewicht, als auch weitere gesundheitsrelevante Marker wie Blutdruck, Körperfettanteil und der Hüftumfang sanken in beiden Gruppen.

Fazit zu: Low Carb vs. Low Fat

Diese Studie zeigt also mal wieder, dass bei einem entsprechenden Energiedefizit im Ergebnis keine signifikanten Unterschiede zwischen einer Low-Card Diät und einer Low-Fat Diät bestehen. Insgesamt ist es aber heute meist sinnvoller an beidem zu kürzen - an Fetten so weit, dass wir unseren Bedarf an essenziellen Fetten auf jeden Fall decken. Und die Kohlenhydrate so weit, dass wir die Diät langfristig durchhalten können.


Um herauszufinden wie hoch Deine persönliche Kalorienzufuhr sein darf um Deine Ziele zu erreichen, kannst Du ganz einfach unseren kostenlosen BMI Rechner verwenden und Dir Dein Ergebnis bequem per E-Mail zusenden lassen.


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