Sport trotz Erkältung? » Aufpassen!

Sport trotz Erkältung? » Aufpassen!

"Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, auch bei einer Erkältung. „Einfach mal ins Training gehen“ kann böse enden!?"

Ein häufiges Problem, nicht nur in der kalten Jahreszeit, sind Erkältungen. Den Einen erwischt es fast nie und den Anderen ständig. So gut wie Jeder ist jedoch in den Herbst- und Wintermonaten mindestens einmal krank. Nun stellt sich für alle Fitnessbegeisterten die Frage: Kann ich mit einer Erkältung trainieren gehen, oder muss ich Zuhause bleiben? Oder kurz: Sport trotz Erkältung?

Die Antwort darauf ist nicht ganz einfach, es gibt jedoch einige klare Richtlinien, an denen man sich orientieren kann.

Erkältung ausschwitzen?

Zunächst einmal: Warum sollte man bei einer starken Erkältung überhaupt pausieren? Kann man die Erkältung nicht durch ein ordentliches Training einfach “ausschwitzen”?

Um diese Frage zu beantworten müssen wir uns anschauen, was beim Training im Körper geschieht. Körperliches Training wie Kraft- oder Ausdauertraining erhöht die Körpertemperatur. Hat der Trainierende nun Fieber, ist eine weitere Steigerung der Körpertemperatur sehr gefährlich und sollte daher unterlassen werden.

Ein anderer wichtiger Punkt ist die Wirkung von Training im Allgemeinen auf das Immunsystem. So aktiviert jedes Training das Immunsystem in ähnlicher Weise wie es bei einer Erkrankung passiert. Aus diesem Grund kann Training dabei helfen, weniger krank zu werden, indem es das Immunsystem gleichermaßen trainiert wie die Muskeln und somit die Frage “Sport trotz Erkältung?” minimiert werden kann. Hierbei besteht jedoch ein deutlicher Zusammenhang zwischen Intensität und Umfang des Training und der Wirkung auf das Immunsystem. Wird sehr viel und sehr hart trainiert, ist das Immunsystem dauerhaft belastet und bietet einen geringeren Schutz gegen Krankheitserreger.

Moderates und lockeres Training stimuliert das Immunsystem hingegen auf eine Weise, die förderlich ist und Erkrankungen vorbeugt.

Aus diesem Grund ist es nicht ratsam hart zu trainieren, wenn bereits eine Erkrankung vorliegt, da man dem Körper somit nur noch mehr Belastung abverlangt.

Was sind die Risiken bei Sport trotz Erkältung?

Was würde passieren, wenn man sich nicht an diese Empfehlungen hält und trotzdem trainiert?

In extremen Fällen kann es hierbei zu einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) kommen. Diese entsteht oftmals, wenn während einer noch nicht ausgeheilten Erkrankung intensiv trainiert wird und kann bis zum Herzversagen führen. Im Leistungs- und Freizeitsport kommt es daher leider immer wieder zu Fällen, in denen Sportler während des Trainings zusammenbrechen und ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen. Eine solche Herzmuskelentzündung ist dabei eine sehr langwierige Erkrankung, die das Training für Monate unterbrechen und im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen kann.

Sport trotz Erkältung durch Selbstanalyse

Es wird also klar, dass mit diesen Dingen nicht zu spaßen ist. Wie kann man aber das eigene Training so gestalten, dass man das Risiko minimiert?

Hierzu gibt es eine Faustregel aus dem amerikanischen Raum, den sogenannten “Neck Check”, die besagt: Liegen die Symptome über dem Hals, ist ein leichtes Training möglich, liegen sie darunter sollte absolut kein Training stattfinden.

Es gilt also: Bei verstopfter oder laufender Nase, tränenden Augen, kratzigem Hals und Niesen ist ein leichtes Training möglich.

Bei allen anderen Symptomen ist von jeglichem Training dringend abzuraten: Fieber, Symptome in Lunge oder Magen-Darm-Bereich etc.

Was kann ich trainieren wenn ich nur Symptome über dem Hals habe?

Hier bietet es sich an, leichtere Trainingseinheiten zu machen als sonst. Es ist klar, dass man, während man krank ist, keine neue Muskelmasse und Kraft aufbauen wird, da der Körper damit beschäftigt ist, wieder gesund zu werden. Innerhalb der 1-3 Wochen die eine Erkältung üblicherweise dauert, wird es nicht zu großen Verlusten an Muskelmasse kommen. Was jedoch sehr schnell verloren geht ist die Koordination. Dies führt dazu, dass nach der Erkrankung die Bewegungen im Training wackeliger und unkontrollierter sind als sonst und man aus diesem Grund nicht die gleichen Gewichte bewegen kann wie zuvor. Glücklicherweise kann genau dieser Aspekt während einer leichten Erkältung wunderbar trainiert werden. Es bietet sich also an, mit 50-80% der üblichen Trainingsgewichte zu arbeiten und somit die Bewegungsabläufe des Trainings zu erhalten. So kann man nach der Erkrankung direkt wieder voll einsteigen und verliert keine Kraft.

Benutzt man also üblicherweise 70kg beim Bankdrücken für 8 Wiederholungen, trainiert man mit 35 bis 55kg für 8 Wiederholungen und gibt so seinem Körper Zeit, sich zu erholen, während man gleichzeitig alles erhält, was man sich bisher erarbeitet hat.

Dabei sollte man jedoch darauf achten andere Mitglieder des Fitnessstudios nicht anzustecken. Daher am besten alle Geräte nach der Benutzung mit Desinfektionsmittel reinigen. Oftmals niest man in die Hand und greift ein paar Minuten später die Hantelstange. Nun sind die Krankheitserreger natürlich auch auf der Stange und man sollte sie daher nach dem Gebrauch reinigen, um eine Ansteckung zu vermeiden.

Gleichzeitig sollte man natürlich beobachten, ob das Training die Krankheit in irgendeiner Art und Weise beeinflusst. Fühlt man sich nach dem Training schlechter als davor oder werden die Symptome schlimmer, sollte das Training unterlassen werden.

Fazit zu: Sport trotz Erkältung? » Aufpassen!

Bevor trotz Erkrankung trainiert wird, sollte dieses Vorgehen auf jeden Fall mit einem Arzt besprochen werden, sodass dieser ausschließen kann, dass es sich um eine gefährlichere Erkrankung handelt. Hierbei kann ein Verweis auf den “Neck Check” helfen dem Arzt zu zeigen, dass man sich zuvor bereits informiert hat und keine Höchstleistungen in den nächsten Wochen plant, sondern lediglich ein lockeres Erhaltungstraining plant.


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